Unterwasserlaufband

Blutegelbehandlung

Die Blutegeltherapie als ein so genanntes ausleitendes Heilverfahren ist in den vergangenen Jahren wieder Bestandteil der veterinärmedizinischen Versorgung geworden. Sie steigert die Bewegungsfähigkeit und das Wohlbefinden Ihres Tieres um ein Vielfaches.
Die Blutegelwirkung beruht auf den in die Bisswunde abgegebenen Wirkstoffen, sowie der Nachblutung.

In der Praxis ist zu beobachten, dass Tiere eine Blutegelbehandlung in aller Ruhe über sich ergehen lassen. Dies liegt daran, dass der Blutegel zu Beginn des Saugvorgangs anästhesierende und analgetisch wirksame Substanzen in das Blut und Gewebe abgibt. Im Verlauf des Saugvorgangs wird eine Vielzahl von entzündungshemmenden und gerinnungsaktiven sowie gefässerweiternde und lymphstrombeschleunigende Substanzen freisetzen. Andere enthaltene Stoffe sind immunisierend und antibiotikaähnlich.

 

Einsatzgebiete des Blutegelbehandlung

Blutegel dürfen nicht angewendet werden bei

Die Behandlung

Für den Einsatz in der Medizin wird der medizinische Blutegel Hirudo medicinalis aus speziellen Züchtungen verwendet.

Die Egel halten sich zunächst mit ihren beiden Saugplatten auf der Haut fest. Dann beginnen sie ihre Kiefer oszillierend in die Haut zu senken. Der Biss eines Blutegels ist nicht schmerzhaft und wird wie "Brennnesselstiche", "Mückenstiche", "ein leichtes Ziehen" beschrieben.

Der Saugvorgang dauert 30 bis 60 Minuten. Das erwünschte Nachbluten im Anschluss der Behandlung dauert 12 bis 24 Stunden. Der Egel saugt etwa 5 bis10 ml Blut, weitere 40 ml werden durch die Nachblutung ausgeleitet.
Am Ende des Saugvorganges lässt sich der Egel abfallen.

Ein Lecken und Kratzen des Hundes an der Wunde muss unterbunden werden, um Sekundärinfektionen zu vermeiden. (T-Shirt anziehen)

Die Wunde sollte nur leicht und sauber abgedeckt werden um den Blutfluss nicht zu unterbrechen.

Für eine komplette Behandlung mit Blutegeln sollten Sie 1 1+2 Std. bis 2 Stunden einkalkulieren.